Archiv für Dezember 2009

Vertrag mit der Stadt

Die aktuelle Nutzungsvereinbarung über die Immobilie „Hotel am Kalkberg“ läuft am 31.12.2010 aus.
Die Stadtvertretung Bad Segebergs hat die Verwaltung beauftragt, spätestens zum 01.01.2011 einen neuen Vertrag zu schließen.

§ 11 Abs. 1 SGB VIII lautet:
„Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden,  sie  zur Selbstbestimmung  befähigen  und  zur  gesellschaftlichen  Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.“

HaK hat Brandschau mit Bravour bestanden

Die Erwartungshaltungen einiger Segeberger Politiker wurden glücklicherweise nicht erfüllt.
LN
Am vergangenen Montag, den 26.10.09, wurde das autonome Jugendzentrum Hotel am Kalkberg (HaK) von drei Brandschutzbeauftragten unter die Lupe genommen. Ca. eine Stunde lang hat Mensch jede Ecke des Gebäudes inspiziert und anschließend mit großer Zufriedenheit festgestellt, dass keine Mängel, die einen Brandschutz nicht gewährleisten würden, aufzufinden waren. Die Jugendlichen aus dem Hotel am Kalkberg können stolz auf sich sein. Die harte Arbeit hat sich definitiv bewährt.

Schon im Vorfeld gab es zahlreiche Hetzartikel seitens der CDU in der örtlichen Presse. CDU Fraktionschef, Thomas Vorbeck prophezeite gegenüber einer Segeberger Zeitung, dass ein Feuerwehrmann schon einen Herzkasper bekäme, sobald er das HaK nur von außen sehe. Zusätzlich hatte die besagte Fraktion noch die Idee, das HaK abzureißen und stattdessen lieber einen Parkplatz für das Fledermauszentrum „Noctalis“ zu errichten. Frei nach dem Motto: Lieber Förderung des Tourismus als Erhaltung der Jugendkultur.

Das HaK bietet zahlreichen Jugendlichen einen Platz zur Entfaltung und zur Selbstfindung.
KULTUR, POLITIK , SOZIALES lautet die Devise. Mit einem Raum zur Begegnung, emanzipatorische Politik und Veranstaltungen können die Jugendlichen ihre Freizeit mit Kreativität, Engagement und dem Gefühl der Zusammengehörigkeit füllen.

Ein solches Projekt zu beenden, bedeutet eine Zerstörung der Jugendkultur in Bad Segeberg. Außer dem Hotel am Kalkberg gibt es in Bad Segeberg keinen Ort an dem Jugendliche feiern und sich frei entfalten können.

(Plan B)