Archiv für November 2010

10 Jahres Feier im Hotel am Kalkberg

Die „Zehn Jahresfeier“ wurde von alt und jung besucht.

Eröffnet wurde die Feier von der aufstrebenden Lübecker Punk-Rock-Band TheJesusHaircut.

Der Sänger von Chipko ist direkt gegenüber des Hotel am Kalkbergs aufgewachsen. Ein absolutes Heimspiel für die revolutionäre Hardcoreband. Als ihre Mitglieder ihre musikalische Karriere begannen, gab es lediglich auf Bandfestivals im städtischen Gymnasium oder anderen provisorischen Orten die Möglichkeit die eigenen Talente zu präsentieren.

Die beiden Rapper von Mart sind integraler Bestandteil des Hotel am Kalkbergs. Deshalb wundert es nicht, dass der Saal vor Begeisterung bebte als Beide die Bühne betraten.

Twinkle Company, die junge Segeberger FunkHip Hop Crossover Band erfreut sich größter Beliebtheit. Sie haben mittlerweile schon Auftritte auf dem Fusion Festival zu verbuchen. Auch sie starteten ihre Karriere im Hotel am Kalkberg.

Mit dem ehemaligen Segeberger Marten, Meister beim Beatboxen, verdeutlichen die beiden Künstler von Aerodice, dass es lediglich eines Didgeridoos und eines Mikrophons bedarf, um das Publikum durch die so produzierten „organic Beats“ mitzureissen.

Die Freunde digitaler Klänge erfreuten sich feinster elektronischer Musik

Wir danken den Nachbarn, insbesondere der Nachbarin, die den Kuchen gebacken hat. Wir danken den vielen helfenden Händen, die diese großartige Veranstaltung ermöglicht haben.

Pressemitteilung

Pressemitteilung des Hotel am Kalkbergs in Bad Segeberg

Heute, am Freitag den 26.11.2010, versammelten sich Unterstützer_innen und Freund_innen des Jugendkulturzentrums Hotel am Kalkberg am Bahnhof, um für den Erhalt demokratischer Jugendkultur zu demonstrieren. Trotz Schneeregen zogen die 318 Demonstranten zur Abschlusskungebung am Marktplatz.
Unsere Demonstration fand in allen Altersklassen Unterstützung. Einige Ehemalige reisten aus ihren Studienorten an. Ca. 50 Personen kamen von den befreundeten Jugendzentren aus Bargteheide, Bad Oldesloe, Lübeck und Neumünster.
Ein aus Ratzeburg angereister Unterstützer machte in seinem Redebeitrag auf die Situation von Städten ohne selbstverwaltete demokratische Jugendzentren aufmerksam. In den weiteren Redebeiträgen wurde sich mehr politisches Mitspracherecht und faire Verhandlungen gewünscht. Insbesondere der Abriss der Skateanlage steht exemplarisch für eine Politik in der wir keinen Platz einnehmen.

Immer wieder wurde lautstark gerufen:
„HaK, HaK, HaK wie noch nie, selbstbestimmte Freiräume sind keine Utopie!“
„Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns das HaK wegklaut!“

Auf Spruchbändern der Demonstrierenden war unter Anderem zu lesen:
„HaK bleibt!“
„Rettet das HaK“
„Kreative Freiräume erhalten – in Hamburg, Bad Segeberg und überall“

Wir haben Verständnis für die Empörung der Jugendlichen, die sich in Parolen wie „Für das HaK und für das Leben, Schönfeldt aus dem Amt entheben!“ oder
„Macht ihr unser Häuschen platt, knallt es in der ganzen Stadt!“ äußert. Wir vom Hotel am Kalkberg setzen aber zunächst auf konstruktive Verhandlungen.

Die Behauptung des Bürgermeisters, Hilfe würde nicht angenommen, weisen wir entschieden zurück. Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt-Jugendbeauftragten Frau Rindt, der Vorsitzende des seit kurzem wieder tagenden HaK-Beirats begleitet die Arbeit im Hotel am Kalkberg als Vertrauensperson. In der Vergangenheit wurde dem Bürgermeister angeboten, das zukünftige Konzept des Hotel am Kalkberg universitär zu begleiten.
Der Vorsitzende der Mühle, Dieter Fiesinger, sieht das Hotel am Kalkberg als integralen Bestandteil der Stadt-Jugend-Arbeit und steht uns mit Rat und Tat zur Seite.

Trotz aller Enttäuschung hoffen wir auf die Zusicherung, dass selbstverwaltete Jugendkulturarbeit in Segeberg erhalten bleibt.

Wir danken allen Beteiligten für den kraftvollen Auftritt

Hamburg solidarisiert sich

Hak bleibt Freiräume verteidigen mit Besetzer_innen N

Sowohl die Rote Flora, als auch das Kunst- und Kulturzentrum Gängeviertel solidarisieren sich mit dem bedrohten Jugendkulturzentrum in Bad Segeberg

Kommt zur HaK-Demo am 26. November nach Bad Segeberg! Freiräume erkämpfen und verteidigen!

Kein Alternativgebäude, keine Vertragsverlängerung!

Die Stadt Bad Segeberg bleibt ihrer Linie treu. So wie es im Moment aussieht besteht keine Bereitschaft mit uns ernsthaft über eine Verlängerung des Nutzungsvertrages für das jetzige Gebäude zu verhandeln. Ein Alternativgebäude konnte bisher nicht gefunden werden.

Die Jugendpflegerin der Stadt Bad Segeberg wurde bereits damit beauftragt die Schlüsselübergabe zum 31.12.2010 vorzubereiten. Die Finanzierung der „Rückbauung“ des Gebäudes wurde mit 40.000 € in den städtischen Haushalt für 2011 fest mit eingeplant.

Wir fordern eine Verlängerung des Nutzungsvertrages!

Solange kein Alternativgebäude gefunden wurde
darf das HaK in der Lübecker Straße 85 nicht geschlossen werden!

Denn dies würde das Ende selbstverwalteter Jugendkultur in Bad Segeberg bedeuten. Die Folgen wären fatal. In Städten ohne Jugendzentrum, wie zum Beispiel Reinfeld oder Ratzeburg, gibt es große Probleme mit Gewalt, Drogen und Neofaschismus unter Jugendlichen.

Solche Zustände wollen wir nicht!

Wir wollen eine bunte, friedliche und gerechte Welt!
Eine Welt in die viele Welten passen!

Darum kommt bitte zahlreich am 26. November zur Demonstration für den Erhalt des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums Hotel am Kalkberg (HaK) nach Bad Segeberg!

Wir treffen uns zwischen 15.00 und 16.00 Uhr am Bahnhof/Bad Segeberg.

Freiräume erkämpfen und verteidigen!

HaK bleibt! Für immer!

Solidaritätserklärung des Nutzer_innenplenums der Alten Meierei

Solidaritätserklärung des Nutzer_innenplenums der Alten Meierei mit dem akut bedrohten selbstverwalteten Jugendzentrum HaK in Bad Segeberg.

Solidarität mit dem HaK! Finger weg von unseren Zentren!

Zum Ende dieses Jahres soll nach Plänen der Stadtverwaltung Bad Segeberg das seit dem Jahre 2000 bestehende selbstverwaltete und unkommerzielle Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg (HaK) geschlossen und abgerissen werden. Damit würde zahlreichen Jugendlichen in und um Bad Segeberg einer der raren Orte genommen, an denen sie abseits der zunehmenden Zumutungen des kapitalistischen Alltags selbstbestimmt ihre Bedürfnisse verwirklichen und Fähigkeiten entfalten können. Insbesondere in ländlichen Regionen bleibt nach dem Wegfall solcher Orte oft nicht viel mehr übrig, als provinzielle Tristesse, in der dann nicht selten Neonazis leicht eine Hegemonialstellung unter den Jugendlichen einnehmen. Gerade für linke und alternative Jugendliche sind Orte wie das HaK, an denen sie ein kritisches Bewusstsein herausbilden und sich organisieren können, unverzichtbar.

Dass Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) an solcherlei Jugendkultur kein Interesse hat, verwundert wenig. Erfüllt er mit seiner autoritären Vorgehensweise gegen die HaK-Nutzer_innen doch genau die Rolle, die ihm als politischer Verwalter selbst auf unterster Ebene als Mainstream abverlangt wird: Die technische Lebenszeitverlängerung sich zuspitzender kapitalistischer Verhältnisse durch Wegkürzung auch noch der letzten Einrichtungen sozialen Lebens bei gleichzeitiger Ausweitung von Repressionsdrohungen und Kontrollmaßnahmen gegenüber auch nur den kleinsten Anzeichen der Abweichung oder gar des Widerstands.

Insofern begrüßen und unterstützen wir die Entscheidung der Nutzer_innen des HaKs ausdrücklich, nachdem sie in den vergangenen Jahren bereits zu zahlreichen Zugeständnissen genötigt wurden, sich keinen weiteren Erpressungsversuchen Herrn Schönfelds zu ergeben, sondern auf den Fortbestand in Selbstverwaltung als zentralen Bestandteil ihres Projektes zu beharren. Zahlreiche erfolgreiche Verteidigungskampagnen linker und selbstverwalteter Projekte in den letzten Jahren, gerade auch in Schleswig-Holstein, haben gezeigt, dass es sich zu kämpfen lohnt.

Nicht nur weil wir aus Erfahrung wissen, wie wichtig in Zeiten der akuten Bedrohung eine breite Solidarität ist, wie wir sie als Nutzer_innen der Alten Meierei in den letzten Jahren selbst so oft und zahlreich bei den verschiedenen Angriffen von städtischer, bürokratischer oder faschistischer Seite erfahren haben, sondern auch, weil diese das Fundament unseres politischen Anspruchs ist, rufen wir zu einer massenhaften Beteiligung an der Demonstration für das HaK am 26. November 2010 in Bad Segeberg auch aus Kiel auf.

Bürgermeister kommen und gehen – selbstverwaltete Zentren bleiben!
You‘ll never walk alone – HaK verteidigen!

Nutzer_innenplenum der Alten Meierei , Kiel, 18.11.2010

Gemeinsame Anreise zur HaK-Solidemo in Segeberg am 26.11. aus Kiel
Treffen: 13.40 Uhr Kiel HBF
Abfahrt: 13.55 Uhr mit der RB Richtung Neumünster

Vielen Dank !

10 Jahre HaK – Samstag 27. November

Das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg feiert sein 10 jähriges Bestehen! Die größte Party aller Zeiten!

- One Eggs

- SS-Kaliert

- Schlepphoden

- Results Of Society

- The Source

Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg,
Lübecker Str. 85 in Bad Segeberg

Einlass: 19.00 Uhr

Soli: 5,00 € (Für beide Tage 8,00 €)

10 Jahre HaK – Freitag 26. November

Das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg feiert sein 10 jähriges Bestehen! Die größte Party aller Zeiten!

- Skankshot

- Mart

- Twinkle Company

- Chipko

- The Jesus Haircut

- Aerodice

Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg,
Lübecker Str. 85 in Bad Segeberg

Einlass: 19.00 Uhr

Soli: 5,00 € (Für beide Tage 8,00 €)

Achtung: 15.00 Uhr HaK-Demo, Bahnhof Bad Segeberg!!!

Selbstverantwortung fördern Leserbrief

Sehr geehrter Herr Schönfeld,
sehr geehrte Damen und Herren

es gibt wohl kein Jugendzentrum, das nicht Zielscheibe verschiedenster Angriffe ist. Wo Jugendliche Energien ihren Ort finden, ist auch der Konflikt nicht weit: Es gibt den Konflikt mit den Nachbarn und übergreifender den Widerstand bewahrender Kräfte und Institutionen gegen die unkontrollierbare Dynamik, welche jeder jungen Generation – zum Glück – zu eigen ist. Letzteres ist ein kulturimmanenter Konflikt, den es nicht zu beseitigen gilt, sondern der seinen geeigneten Ort benötigt.

Im Fall des Jugendzentrum Hotel am Kalkberg gibt es eine Besonderheit. Hier handelt es sich um ein Konzept, das dem Nachwuchs die Gelegenheit gibt, initiativ und eigenverantwortlich das Programm zu gestalten. Konzepte dieser Art sind besonders fragil und finden leicht vorzeitig ihr Ende, weil Gründerideal und Realität auseinanderlaufen. Naturgemäß verbleiben die Nutzer und die Aktiven nicht sehr lange in diesem Umfeld – die Jugend dauert bekanntlich nicht ewig. Umso höher muss die Leistung eingeschätzt werden, dass das Jugendzentrum Hotel am Kalkberg schon über drei Generationen mit einem solchen Konzept weitergeführt wird.

Für Kinder und Jugendliche ist die Erfahrung eingenverantwortlichen Handelns charakterbildend und wo sie ausfällt, sind schwere soziale Fehlstellungen als Folge regelhaft anzunehmen. Für die Ausbildung demokratischen und sozialen Bewusstseins ist das Vorhandensein eines halböffentlichen Raumes zum Gestalten und Experimentieren mehr als förderlich.

In den avancierteren pädagogischen Kreisen wird zur Zeit ein Loblied auf die Selbstwirksamkeitserfahrung gesungen. Es wird festgestellt, dass diese im pädagogischen Lehrbetrieb meist zu kurz kommt. Schätzen Sie sich auch deshalb glücklich, dass Sie mit dem Jugendzentrum Hotel am Kalkberg einen institutionellen Selbstläufer in Ihrer Gemeinde haben, der in Ihrer Stadt aber auch im Umkreis Wirkungen zeigt, indem er einen aktivierenden Ort für Jugendliche darstellt. Nicht jedes Projekt kann auf eine solche Erfolgsgeschichte zurückblicken. Selbst sozialpädagogisch durchgeplante Projekte können nicht mehr leisten. Im Gegenteil entgehen institutionalisierten Einrichtungen immer Segmente der Klientel, weil die Steuerung von außen oft als Bevormundung erfahren wird.

Ich hoffe, Sie werden dem Jugendzentrum respektive den drei Generationen von Jugendlichen ihr fragiles Engagement anerkennen, indem Sie das Hotel am Kalkberg in der bewährten Selbstverantwortung bestehen lassen und fördern!

Mit freundlichen Grüßen,

Frank Wörler

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HaK bleibt! Basta!

Inihaus solidarisiert sich mit dem HaK

Das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum Inihaus in Bad Oldesloe solidarisiert sich wie viele andere Jugendkulturzentren in ganz Norddeutschland mit dem Hotel am Kalkberg in Bad Segeberg.

Jugendkulturarbeit darf nicht einfach wegrationalisiert werden!

Gemeinsam sind wir stark!