Archiv für Dezember 2010

Der offene Brief der Eltern

Beim Bad Segeberger Neujahrsempfang wollen die HaK-Jugendlichen die Gäste mit einer Mahnwache empfangen. Eltern wollen den Bürgermeister mit einem offenen Brief an den Verhandlungstisch zurückbringen. Hier der Offene Brief.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schönfeld!

Wir, die „Elterninitiative zum Erhalt des selbstverwalteten Jugendzentrums HaK“, wenden uns heute an Sie, um Ihnen mitzuteilen, dass wir mit großer Sorge, aber auch Empörung die von Ihnen geführte Auseinandersetzung mit den Jugendlichen des HaK verfolgt haben und nicht länger tatenlos zusehen wollen.

Wie es scheint, richteten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf die angeblich mangelnde Bereitschaft der Jugendlichen zur Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung und darauf, dass Formalitäten, die den Verein betreffen, nicht genug Beachtung von Seiten der Jugendlichen fanden. (…) Sehr bedauerlich und empörend ist es, dass bei den Auseinandersetzungen völlig unerwähnt bleibt, was die Jugendlichen im Laufe der zehn Jahre HaK auf die Beine gestellt haben. Sie haben mit viel Mühe und Einsatz einen Ort geschaffen, der grundsätzlich allen interessierten Jugendlichen offen steht (mit Ausnahme des politisch rechtsgerichteten Klientels, dem die Jugendlichen vom HaK eine eindeutige Absage erteilen). Um das zu realisieren, war unendlich viel Arbeit nötig, es musste immer wieder repariert, gestrichen, umgebaut, eingerichtet und geputzt werden, um die Räume überhaupt nutzen zu können. Während der „Bauwochenenden“, die regelmäßig stattfanden, nahmen sich die Jugendlichen Zeit für größere Renovierungen innerhalb des Gebäudes und für die Gestaltung des Außengeländes. Es wurde die Fassade des Gebäudes gestrichen, Blumen und Sträucher gepflanzt, Mäuerchen und Steinstufen gesetzt, Sitzgelegenheiten geschaffen, eine Feuerstelle angelegt, eine Pergola errichtet etc.

In den Räumen vom HaK fanden im Laufe der Zeit verschiedene Arbeits- und Interessengruppen Platz – zum Beispiel die Skater-, Trommel-, Musik-, Kampfsport- oder Rollenspiel-AG, um nur einige zu nennen. Es gab Spiele- und Filmabende, und es wurde zum Poetry-Slam eingeladen, bei dem eigene Gedichte vorgetragen wurden. Alljährlich organisierten die HaK-Jugendlichen ein Fußballturnier, an dem viele Jugendliche aus umliegenden Städten und Gemeinden und befreundeten Jugendzentren teilnahmen. Neben Tanzveranstaltungen gab es Konzerte, die Segeberger und auswärtigen Bands und Solo-Musikern die Möglichkeit boten, sich einem größerem Publikum zu präsentieren. Das erforderte viel Arbeit und Planung. All das haben die HAK-Jugendlichen viele Male erfolgreich bewältigt. Herausgekommen sind dabei ungezählte, begeisternde Musikerlebnisse!

(…) Oft wird an Jugendlichen bemängelt, dass sie zu viel Zeit am PC verbringen, sie Kommunikationsdefizite haben oder nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen können. Mangelndes Verantwortungsbewusstsein und unzureichende soziale Kompetenz werden beklagt. Ein selbstverwaltetes Jugendzentrum kann ein geeigneter Ort sein, um all diesen Befürchtungen entgegenzuwirken. (…)

Es ist beschämend in Anbetracht dessen, dass die Jugendlichen mit ihrem Einsatz immer wieder bewiesen haben, dass sie ihren Teil dazu beitragen wollen, Jugendkultur zu beleben und zu schaffen, dass ihnen die Unterstützung der Stadt verwehrt werden soll. Wo sollen sie ihre Freizeit außerhalb ihrer häuslichen Umgebung verbringen, wenn sie Bedürfnis nach Musik und Gemeinschaft in größerem Rahmen haben? In Discos? In Kneipen? Auf kommerziellen Konzerten? Auf dem Marktplatz oder vor dem Kaufland-Eingang? Aus Elternsicht sind das keine attraktiven Orte.

Wir wollen es so nicht hinnehmen und fordern Sie hiermit auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um auf respektvolle Weise (…) einen Weg für die Fortführung eines selbstverwalteten Jugendzentrums zu erarbeiten. Solange keine neuen Räume gefunden sind, sollte der bisherige Platz erhalten bleiben und die Schäden, zumindest für den Übergang, beseitigt werden. Jugendliche haben einen Anspruch auf öffentliche Räume, auch ohne lukrative Wirtschaftspartner zu sein.

Deine Unterschrift für selbstverwaltete Jugendkulturarbeit

In Bad Segeberg wird das Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg geschlossen.
Hier wird seit 10 Jahren erfolgreich demokratische Jugendulturarbeit geleistet.
Für die Stadt Bad Segeberg fallen kaum Kosten an. Es wird lediglich ein Gebäude zur Verfügung gestellt.

Wir sind für den Erhalt demokratischer Jugendkulturarbeit im Hotel am Kalkberg oder an einem adäquaten Alternativort

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Streichkonzert? Unruhe stiften!

Für das Jahr 2011 noch mehr Unruhe:
Unser Konzert gegen das Streichkonzert!

Während die Hypo Real Estate im September 2010 nach einer nächtlichen Telefonkonferenz – weitere 40 Milliarden an staatlicher Unterstützung
erhielt, wird in den letzten Wochen quasi als soziokultureller Ausgleich eine der massivsten Hartz IV-Kürzungen im Bundestag beschlossen:
verkleidet mit einer lächerlichen Erhöhung des Leistungsentgelts
um 5 Euro.

Der Kulturbereich ist in Folge der Krisenabwälzung massiv betroffen: Schließungen von Theatern, Museen, Kulturtreffs, Musikschulen, Kleinkunstbühnen stehen im Zuge der Finanznot in vielen Kommunen auf der Tagesordnung. Dadurch ist der jahrzehntelang gewohnte Standard an vorhandenen Kulturangeboten in Gefahr. Kultureinrichtungen, die einmal geschlossen wurden, werden nicht so schnell wiederbetrieben. Stattdessen erwartet uns eine gleichförmige, langweilige und überflüssige Event-Kultur, die allenfalls zur Neueröffnung von Baumärkten oder Autohäusern geeignet ist. Nicht nur die Beschäftigten im Kulturbereich sind durch die Streichungen und Veränderungen existenziell bedroht. Fast allen Künstlerinnen und Künstlern wird damit die existenzielle und kulturelle Möglichkeit versperrt, ihre Kunst zu präsentieren. In vielen Orten gibt es inzwischen massiven Widerstand gegen diesen Kulturellen Kahlschlag.

Die Herbstaktionen des DGB 2010 und seiner Einzelgewerkschaften haben mit Buntheit und Kreativität die gewachsene Breite der Proteste deutlich gemacht. Anders als in früheren Jahren scheint dieses Mal eine Fortsetzung über die Herbstaktivitäten hinaus möglich. IGM und ver.di haben bereits Weichenstellungen dazu beschlossen. Entstanden sind in vielen Städten auch „soziale Ratschläge“, Bündnisse, die ihre Arbeit
fortsetzen wollen. Wir Unruhestifter wollen uns gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen für eine neue Kultur der Solidarität und des
Widerstandes einsetzen. Die Proteste müssen weitergehen!

Das Jahr 2010 hat außer vielen eindrucksvollen Aktionen gegen die soziale Umverteilung der Krisenfolgen vor allem deutlich gemacht, dass
sich Bürgerinnen und Bürger nicht mehr alles von der Obrigkeit gefallen lassen. Sichtbar wird dies an dem breiten Bürgerprotest gegen „Stuttgart
21“ und einer neuen kraftvollen Anti-AKW-Bewegung – zuletzt eindrucksvoll im Widerstand gegen die Castor-Transporte.

Wir, KünstlerInnen und Kulturschaffende, waren und sind bei vielen Protestaktionen mit dabei. Wir engagieren uns in lokalen Bündnissen,
begleiten Demos mit unserer Musik und engagieren uns bei Lesungen, Ausstellungen, Theateraufführungen mit unserer Kunst im Sinne der
Inhalte des Aufrufes www.unruhestiften.de.

1400 KünstlerInnen und Kulturschaffende, andere Persönlichkeiten und Organisationen haben seit Sommer 2009 den bundesweiten Aufruf
www.unruhestiften.de unterzeichnet. Es ist ein Aufruf gegen rechts, gegen die Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben
nach unten, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung – und für die Förderung der kulturellen Vielfalt.

Kontakt: www.Unruhestiften.de – c/o Werner Lutz, Tel. 09131/404671

Leserbrief

Zwei Tage nach der HaK-Diskussion in der Stadtvertretung stellt BGM Schönfeld sein Konzept für die zukünftige Jugendarbeit in Bad Segeberg vor. In Vernetzung mit der Jugendhilfe ist das offenbar nur noch „Schulsozialarbeit“ – selbst im letzten, offenen Treff „Alte Feuerwache“. Wo bleiben in einer derart verschulten Kindheit und Jugend noch Freiheit, Selbstbestimmung, demokratische Beteiligung und Mitwirkung?
„Jeder Jugendliche soll da abgeholt werden, wo er Hilfe benötigt“, sagt Schönfeld. Und dann lässt er eigenmächtig die Skaterbahn abreißen und das HaK dichtmachen? Das waren Zeugnisse mühsam erkämpfter, erfolgreicher, alternativer Jugendarbeit von und für Jugendliche hier in Bad Segeberg. Das hat nicht einmal sein Vorgänger Hampel mit absoluter CDU-Mehrheit im Stadtparlament gewagt. Dazu musste wohl erst einer aus Gettorf kommen, mit SPD-Parteibuch und „bürgerlichem Lager“ in der Tasche. Mit Killerphrasen („funktioniert nie“, „falscher Standort“…) und „übler Nachrede“ („Nichteinhaltung von Nutzungszeiten“, „Missmangement“…) hat Schönfeld dafür den Borden bereitet, die betroffenen Kinder und Jugendlichen einfach auf die Straße gesetzt. Wo ist für die die Hilfe, die er verspricht, der (Frei-)Raum und das Alternativ-Konzept?
Ganz einfach, in einer anderen Stadt! Jedenfalls meinte das Schönfeld in der Stadtvertretersitzung am Dienstag auf den Einwurf, anderswo funktionierten doch auch selbstverwaltete Jugendzentren: „Geht doch dahin!“ Muss man/frau diese Geisteshaltung ernst nehmen?
Immerhin ist er dafür nicht noch prämiert worden. Sein „walk of fame“, die Schönfeld-Promenade ist erstmal vom Tisch. Stattdessen harmlose Asche am kalten Büffet! Ist die schlimmer als der Staub, den das Zertrampeln einer jahrelang gewachsenen Jugendkulturszene aufwirbelt?

„Wir in Schleswig-Holstein“ machen mit der Redaktion „Schul-TiD – Transparenz-Information-Demokratie in Schulen“ seit 2001 Bürgerfunk zum Thema Schule, Bildung und Erziehung. Aus Sicht von Eltern (iE Müttern) senden wir dazu hier in der Region Beiträge in Magazinform im Radio Bad Segeberg / Offener Kanal Lübeck: Live-Berichte, Schoolnews aus den Medien, Kommentare, Musik …
Für eine neue Zeit … nicht nur in Schulen!

Magret Bonin

SketeboArt – Kunstausstellung

Nächste Woche gibts im HaK feinste Street-Art zu bestaunen!

Vernissage ist am Montag, den 13.12. um 16 Uhr im Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg (HaK) Lübecker Str. 85 in Bad Segeberg!

Kommt und staunt!

skateboArtflyer vorne klein

skateboArtflyer hinten klein

Das Hotel am Kalkberg zeigt in Kooperation
mit dem Hamburger Gängeviertel „SkateboArt“.

Jugendkultur und kreative Ausdrucksformen
gehören untrennbar zusammen.

Die Ausstellung SkateboArt zeigt, was die Skateboardszene
an schöpferischen Potenzial mit sich bringt.
Zu den renommiertesten Werken gehören wohl die der
internationalen Street-Art Künstler Tona und Los Piratos.
Insbesondere Street-Art hat sich zum Ziel gemacht
im öffentlichen Raum zu intervenieren.
Kunst ist somit nicht lediglich in Galerien Museen zugänglich.

Das Hotel am Kalkberg zeigt mit dieser Ausstellung
Möglichkeiten auf, Jugendkultur kreativ umzusetzen und im
öffentlichen Raum darzustellen.

Getreu dem Motto: OHNE JUGEND SEHT IHR ALT AUS!

Wir laden herzlich zur Vernissage am 13.12. um 18 bis 20 Uhr ein!

Die Ausstellung ist vom 15-17.12 von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

Sowie nach Vereinbarung:
0160/3142767 oder jugendsegmx.de

Mahnwache vor dem Rathaus am 14. Dezember

Am 14. Dezember trifft sich in diesem Jahr zum letzten mal die Stadtvertreterversammlung der Stadt Bad Segeberg.

Die SPD-Fraktion wird einen Antrag auf eine auf 6 Monate befristete Vertragsverlängerung des Nutzungsvertrages zwischen dem Trägerverein des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums (HaK) und der Stadt Bad Segeberg stellen.

Um unserem Anliegen, nämlich dem Erhalt demokratischer Jugendkulturarbeit in Bad Segeberg weiterhin Ausdruck zu verleihen, haben wir eine Mahnwache vor dem segeberger Rathaus
(Lübecker Str. 9) angemeldet.

Diese findet vor- und während der Stadtvertreterversammlung
am 14. Dezember statt und beginnt um 17.30 Uhr.

Um 18.30 Uhr beginnt die Ratsversammlung, diese ist öffentlich und wer möchte kann gerne als Zuschauer_in daran teilnehmen.

Kommt bitte zahlreich zur Mahnwache und setzt ein Zeichen für die Fortsetzung der seit 10 Jahren bestehenden ehrenamtlichen Jugendkulturarbeit in Bad Segeberg.

Eine Kulturstadt braucht ein Jugendkulturzentrum!

Hotel am Kalkberg erhalten!

Klaus Farin über Jugendkulturen

Gegendarstellung zum Zustand des Gebäudes

Das Gebäude in der Lübecker Straße 85, gemeinhin als Hotel am Kalkberg bekannt, ist aus der Sicht der Betreiber_innen in keinem abrissreifen Zustand.

Es ist richtig, dass die Heizung des Hotel am Kalkbergs defekt ist und dass in Folge dessen Wasserleitungen geplatzt sind. Dies war aus unserer Sicht absehbar und wir haben alles getan, um dies zu verhindern.

Mitte November ist als Folge von extremem Regen der Heizungskeller überflutet worden.
Das Wasser stand so hoch, dass die Elektrik unserer Heizungsanlage Schaden nahm.
Sofort, nachdem dies bemerkt wurde, haben wir den zuständigen Handwerker gerufen. Bei der Besichtigung wurde klar, dass die Reparatur zu kostenintensiv ist, um sie durch unseren Verein zu begleichen. Der Handwerksbetrieb wollte die Reparatur natürlich erst vornehmen, wenn sicher gestellt werden konnte, dass jemand für die Kosten aufkommt.
Am 16.11.2010 wurde die Stadt Bad Segeberg davon in Kenntnis gesetzt. Seitdem wurde mehrfach bei der Stadt auf dieses Problem hingewiesen.

Die Tatsache, dass in Folge des heftigen Wintereinbruchs Leitungen brechen, wurde von der Stadt leichtfertig in Kauf genommen. Es dient als weiteres Argument gegen selbstverwaltete Jugendkulturarbeit an dem jetzigen Standort.

Wir bedanken uns bei unserer solidarischen Nachbarschaft und freuen uns über das Angebot der Nachbarn, Wasser von ihnen zu bekommen und ihre sanitären Einrichtungen nutzen zu dürfen.

In der Vergangenheit wurde mit Unterstützung einiger Betriebe, privaten Spender_innen und vielen fleißigen Händen ein abrissreifes Haus in ein funktionierendes Jugendkulturzentrum verwandelt.

Es wurden für viele tausend Euro Schallschutzwände gemauert, Notausgänge eingerichtet, Wasser verlegt, sanitäre Anlagen eingebaut, Räume für kleine Gruppen eingerichtet und eine Küche installiert. Des Weiteren wurden ein voll funktionsfähiger Konzertraum mit Bühne, Zu- und Abluft und doppeltem Stromkreislauf, sowie ein Raum für Plena und Vorträge eingerichtet. Die Jugendlichen haben mit viel Liebe die historischen Balken freigelegt und abgeschliffen, Tresen gebaut und Wände gestrichen.Hierbei erhielten die jungen Menschen professionelle Hilfe von gelernten Elektrikern, Maurern, Tischlern und Zimmerergesellen.

Die Stadt Bad Segeberg war hieran zu einem vergleichbar geringen Teil in Form von mittelgebundenen Geldern beteiligt.

Vor knapp 2 Jahren wurde uns die finanzielle Grundlage entzogen. Uns wurde verboten, gewinnbringende Veranstaltungen auszurichten. Aus diesem Grund sagten uns die Stadtvertreter_innen zu, für die entsprechenden Ausfälle aufzukommen.
Es fehlte seitdem das Geld und das Engagement, um sich für die weitere notwendige Renovierung und den Erhalt des Gebäudes einzusetzen. Es war absehbar, dass die Stadt Segeberg uns dieses Gebäude auf kurz oder lang nehmen würde.

Durch die prekäre Situation, in der wir uns befinden, war es in den vergangenen eineinhalb Jahren enorm schwierig, weiterhin Betriebe und Privatpersonen dazu zu bewegen, Geld und Sachspenden zur Verfügung zu stellen.

Wir wünschen uns einen verantwortlichen und respektvolleren Umgang mit jungen Menschen, die sich ehrenamtlich für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen einsetzen und freuen uns auf ein konstruktives Treffen am 08.12.2010 im Rathaus.