Archiv für März 2011

AZ in Köln wird geräumt

Aktuell versuchen Menschen in Köln mit allen friedlichen Mitteln das selbstverwaltete Kulturzentrum AZ in Köln Kalk zu erhalten.

Die Räumung steht unmittelbar bevor.

http://unsersquat.blogsport.eu/

Das Hotel am Kalkberg setzt seit Jahren nicht auf Besetzen, sondern auf Verhandlungen und Gespräche.

Derzeit lehnt der Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg jedes Schlichtungsverfahren und Gespräch ab. Er besteht auf einen rabiaten Abriss, wie er es schon bei der Skateanlage bewiesen hat.

Dennoch oder gerade deshalb wünschen wir den Jungen Menschen in Köln viel Erfolg

Für den Erhalt kreativer Kulturzentren in Bad Segeberg Hamburg und Köln.

Punkrock im Lokschuppen – Chipko, One Eggs, KRACH, The Wolfgang und DJ Das Insect

BDG – Indoor 1

Am Samstag den 09. April findet der erste Veranstaltungstag des diesjährigen Black Days Glowing – Festivals im Lokschuppen, Bahnhofstraße 24 in Bad Segeberg statt.

Es werden Folgende Bands auftreten:

- Chipko (Hardcore aus Hamburg)

- One Eggs (Pöbel Punk aus Bad Segeberg)

- KRACH (Dreckspunk aus Bad Segeberg)

- The Wolfgang (Gothic Rock aus Lübeck)

Danach legt auf:

- DJ Das Insect

Einlass: 20.00 Uhr
Eintritt: 5,00 €

Freiraumvernetzungstreffen in Kiel

Bestandsaufnahme und Vernetzung linkspolitischer
soziokultureller Einrichtungen/ Freiräume

Diesen Monat steht die Vokü Schwarz/Rot ganz im Zeichen der Vernetzung und in der Bestandaufnahme der aktuellen „Freiraumsituation“ in Schleswig-Holstein. Mal abgesehen davon, dass in den großen Metropolen des Landes mal wieder eine Räumungstendenz festzustellen ist, möchten wir uns den regionalen „Provinzstädten“ zuwenden. Die komplette kommunale politische Arbeit steht und fällt mit der vorhandenen Infrastruktur und gerade das macht linke soziokulturelle Zentren, Jugendzentren, Stadtteilzentren etc. unentbehrlich.

Der Abend wird mit ReferentInnen des „Hotel am Kalkberg“ in Segeberg beginnen, die uns auf den laufenden Stand ihrer Kämpfe mit der Stadt Bad Segeberg bringen. In den vergangenen Monaten hatte die Stadt den Vertrag mit dem Trägerverein aufgekündigt und ein Räumungsbescheid geschickt, der bis jetzt nicht durchgeführt wurde. Desweiteren sollen sich auch gerne Vertreter aus anderen Zentren eingeladen fühlen, etwas über die Situation in ihren Städten zu erzählen.

Es wäre schön, wenn wir am Ende eine Einschätzung der Lage für linke Freiräume in Schleswig-Holstein wagen könnten. Erfreulich wäre natürlich auch eine wieder verstärkte Vernetzung, die durch diese Veranstaltung angestoßen werden könnte.

Im Anschluss Livemusik von der Akustikfolkpunkband Schall und Rauch aus Neumünster/Kiel/Segeberg, danach gibt´s Kneipe. Essen wäre ab 18:00 gedacht, die Diskussion ab 19:00 Uhr.

Wann und Wo?

Mittwoch den 30. März ab 18.00 Uhr,
Alte Meierei, Hornheimerweg 2 in Kiel

Kein Naziaufmarsch am 26. März 2011 in Lübeck! Wir können sie stoppen!

Kein Naziaufmarsch in Lübeck: Let’s block it again!

26. März 2010: Mehrere hundert Nazis wollen in Lübeck einen Aufmarsch veranstalten. Angeführt von einem Mann mit zwölf einschlägigen Vorstrafen, dem seine Kameraden liebevoll den Beinamen eines SS-Obergruppenführers gegeben haben, soll es durch die Hansestadt gehen. Doch die Nazis floppen: Keine 400 Meter kommen Thomas Wulff und seine Kameraden. Dann heißt es wieder umkehren. Die Aufmarschstrecke der Nazis wird von tausenden Menschen friedlich blockiert.

Am 26. März 2011, wenn Nazis erneut in Lübeck marschieren wollen, gilt: Auf ein Neues. Let’s block it again.

Der Lübecker Trauermarsch

Norddeutsche Nazis aus dem Spektrum der „Freien Kräfte“ und der NPD veranstalten seit 2006 alljährlich in Lübeck ihren „Trauermarsch“. In der Bombardierung Lübecks während des Zweiten Weltkriegs sehen sie eine geeignete Gelegenheit ihr braunes Geschichtsbild zu verbreiten. Es wird ein deutsches Opferbild konstruiert und es werden die alliierten Befreier zu Kriegsverbrechern umgedeutet. Nicht ohne Protest: Gegen den Naziaufmarsch mobilisiert – ebenfalls seit 2006 – ein breites Bündnis von antifaschistischen Gruppen, Kirchen und Parteien unter dem Titel „Wir können sie stoppen“. Dessen Aktionen konnten die Nazis aus der Innenstadt vertreiben, so dass sie sich mit dem Stadtteil hinter dem Bahnhof begnügen mussten. Begleitet wird die Veranstaltung von einem gewaltigen Aufgebot der Polizei.

Opfer.. bla, bla

Glücklicherweise ist die Situation in Lübeck anders als in Dresden. Eine entwickelte Gedenkkultur bürgerlich-konservativer Kreise gibt es kaum, so dass die Propaganda der Nazis vom „Bombenterror“ ins Leere läuft.

Dennoch gilt es an diesem Punkt wachsam zu bleiben: Nicht nur den rechten Höhlenbewohnern muss entgegengewirkt werden, sondern auch Versuchen aus dem bürgerlichen Lager, deutsche Opfergeschichten zu erzählen und damit Ursache und Wirkung, Täter und Opfer des deutschen Faschismus gleichzusetzen und zu verkehren. Lübeck war keine unschuldige Marzipanstadt! Zwischen Backsteingotik und Trave tobte die deutsche Volksgemeinschaft. Juden, die nicht geflüchtet waren, wurden in das Konzentrationslager Jungfernhof deportiert. Einzig drei Personen überlebten dies.

Still ♥-ing to block Nazis

Die Veranstaltung in Lübeck 2010 war für die Nazis kein Vergnügen. Mit einer Anmeldung für das nächste Jahr wurde erstmals lange gezögert. Es liegt jetzt an uns dem Treiben endgültig ein Ende zu setzen. Ein paar Raffinessen der vergangenen Blockaden können dabei helfen. Es wird wieder Blockadepunkte geben, die wir offen bewerben und mit einem Aktionskonsens verbinden. Mit einer ordentlichen Portion zivilen Ungehorsams werden wir die Nazis auch 2011 stoppen.

Setzen wir dem braunen Treiben in Lübeck ein Ende!

Let’s block it again!

Weitere Infos auf:

bastalinkejugend.de

wirkoennensiestoppen.de

Neues Freies Jugendzentrum im Norden

In Winsen Luhe südlich von Hamburg haben Jugendliche ein Gebäude besetzt und nutzen es von nun an als freies Jugendzentrum.

Kampagne

www.ourhouse78.blogsport.eu

Alle kommen 15.03 STADTVERTRETERSITZUNG

Wir wollen Jugendkultur!“ ruft zum Besuch der Stadtvertretung auf:
Dienstag, 15.03.2011 – 18.30h,
Rathaus Bad Segeberg

Es wird historisch! Am 15.03.2011 soll nach Beschlussvorlage von BGM Schönfeld die Stadtvertretung Bad Segeberg wie folgt beschließen:
„Es hat zu keiner Zeit einen Auftrag der Stadtvertretung an den Bürgermeister gegeben, nach Kündigung der Nutzungsvereinbarung mit der Interessengemeinschaft selbstverwalteter Jugend in Bad Segeberg e. V., eine Folgevereinbarung zu schließen.“

Damit versucht BGM Schönfeld die Geschichte umzuschreiben und den Beschluss der SV vom 03.02.2009 auszuradieren: “ Die Verwaltung wird beauftragt, einen neuen Vertrag, gültig ab dem 01.01.2011, ggf. auch früher, unter einvernehmlicher Aufhebung des jetzigen Vertrages zu schließen.“

Wird BGM Schönfeld eine Mehrheit dafür bekommen? Beide vorbereitende Ausschüsse („Soziales“ + „Haupt-“) haben bereits der Stadtvertretung empfohlen: „… beschlossen wurde nie!“.

Ja, wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denkst, Herr Schönfeld kann das nicht… schau ihm in die Augen und in sein Gesicht!
In der Stadtvertretung von Bad Segeberg am Dienstag, 15.03.2011 – 18.30h, Rathaus Bad Segeberg.

Akustikabend am Freitag den 18. März

„Es ist gut so wie es ist, weil wir hier frei sind!“

Am Freitag den 18. März ist es endlich wieder soweit,
das HaK lädt alle FreundInnen der akustischen Musik zu
einem gemütlichen unplugged Konzert ein.

Es werden folgende Künstler auftreten:

- One more act (http://www.myspace.com/onemoreact)
- Marty (http://www.myspace.com/martbeatz)
- Zeitbombe Armut (http://www.myspace.com/zeitbombearmut)

Einlass: 19.00 Uhr
Soli-Beitrag: 3 €

Wo?

Natürlich im Hotel am Kalkberg,
Lübecker Str. 85 in Bad Segeberg!

Solidarität aus Norderstedt

Solidaritätserklärung des Vereins Soziales Zentrum
mit dem Hotel am Kalkberg (HaK) in Bad Segeberg

Wir, das Soziale Zentrum Norderstedt, erklären uns solidarisch mit dem selbstverwalteten Zentrum Hotel am Kalkberg in Bad Segeberg. Die bisherige Arbeit muss fortgesetzt werden. Öffentliche unkommerzielle Plätze wie das HaK sind großartige Orte, um eigene politische und kulturelle Ausdrucksformen zu erlernen und auszudrücken. Sie sind wichtige Orte in denen gelernt werden kann, was Solidarität und gemeinsame Entscheidungsstrukturen bedeuten.

Wir wissen aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn die Existenz des selbstgeschaffenen und -verwalteten Raumes durch politische Ignoranz und Gegnerschaft in Gefahr gerät. Auch aus diesem Grund wünschen wir den BetreiberInnen des HaK für diese Auseinandersetzung Durchhaltevermögen, viel Kraft und Erfolg!

Wir fordern die Parteien in Bad Segeberg dazu auf, selbstverwaltete Räume zu fördern und nicht anzugreifen. Wir fordern die Parteien und den Bürgermeister Dieter Schönfeld dazu auf, den Dialog mit den BetreiberInnen des HAK wieder aufzunehmen und Politik mit den Jugendlichen gemeinsam und nicht gegen sie zu gestalten.

Wir fordern den Bürgermeister und die Stadtvertretung dazu auf, dem HaK wieder Zugang zu Strom-, Gas- und Wasser zu gewähren!

Soziales Zentrum Norderstedt 6. März 2011