Archiv für Januar 2012

1.290 für einen Bürgerentscheid

Der Antrag für ein Bürgerbegehren über die Zukunft von des HaK in Bad Segeberg wurde vor kurzem mit 1800 gesammelten Unterschriften eingereicht. Ungewöhnlich penibel wurde jede einzelne Stimme geprüft. In bürokratischer Kleinstarbeit wurden Personen herrausgerechnet, die seit der Unterschriften-Sammlung aus Bad Segeberg verzogen sind oder sich erst später beim Einwohnermeldeamt gelistet haben. Es gab zudem einige Unterschriften von Bürger_innen, die in der Nähe von Bad Segeberg wohnen und denen ein demokratischer Umgang mit den engagierten Jugendlichen im Hotel am Kalkberg am Herzen liegt.

Für ein Bürgerbegehren fehlen demnach noch 143 Stimmen.

1.290 offiziell stimmberechtigte Segeberger_innen haben sich eindeutig dafür ausgesprochen, dass sie ein politisches Mitspracherecht haben wollen.

Ob es ihnen gewährt wird bleibt noch offen und liegt in der Entscheidung der Kommunalaufsicht.

Es gibt einen riesigen Kreis von HaK-Befürwortern, der von Doktoranden, Professoren über prominente Musiker, wie Peter Maffay reicht.
Der Bundes-Verband soziokultureller Zentren hat das Hotel am Kalkberg zum Zentrum des Monats gekürt. Sämtliche Kulturzentren aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Unterstützung zugesagt. Selbst aus europäischen Metropolen, wie dem Freistaat Christiania in Kopenhagen kamen Solidarität-Bekundungen. Eine Elterninitiative und ein ehemaliger Bürgermeister setzen sich vor Ort für das Recht ein, dass in Bad Segeberg weiterhin Jugendliche die Möglichkeit haben gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, es eine Angebot gibt, dass an den Interessen junger Menschen anknüpft, von ihnen mitbestimmt und mit gestaltet wird, zur Selbstbestimmung befähigt, sowie zu sozialem Engagement führt.

Sie alle setzen sich für das selbst verwaltete
Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg ein.

Dennoch braucht das HaK dringend Unterstützung!

Offener Brief an den Bürgermeister

Betreff : Bürgerentscheid zum Jugendkulturzentrum HAK

Bereits vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich an Sie in einem offenen Brief gewandt, mit der Bitte, zurück an den Verhandlungstisch mit den Jugendlichen des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums HAK zu kehren , um diesen, aus unserer Sicht wichtigen Ort für jugendliche Kulturschaffende in Bad Segeberg, zu erhalten.

Leider sind Sie der Bitte nicht nach gekommen, sondern überlassen es mittlerweile, dem von der Stadt beauftragtem Anwalt, die Jugendlichen aus dem Gebäude zu klagen.

Inzwischen hat die Mütterinitiative gemeinsam mit weiteren Unterstützern und Jugendlichen des Jugendzentrums, im Laufe des Jahres mehr als 1800 Unterschriften in Bad Segeberg gesammelt, um ein Bürgerbegehren einzuleiten.
Die Kommunalvertretung hat diesem Begehren mittlerweile zugestimmt und so werden die Segeberger Wahlberechtigten ab dem 16. Lebensjahr, demnächst aufgerufen sein, ihr Votum für oder auch gegen die Weiterführung eines selbstverwalteten Jugendkulturzentrums in einem Wahlverwahren abzugeben.

Da am 6. Mai 2012, Landtagswahlen stattfinden werden, wäre es sinnvoll, jedenfalls unter finanziellen Aspekten, diese beiden Wahlen an einem Tag abzuhalten.

Nun wurde jedoch bekannt, dass Sie die Stadtvertretung auffordern wollen, einem gesonderten Termin für das Bürgerbegehren, nämlich, dem 25. März 2012 zu zu stimmen.

Da von Seiten der Stadt immer wieder betont wird, dass es an Geld in der Stadtkasse mangelt, frage ich mich, weshalb eine Stadtvertretung diesem gesonderten Wahlverfahren zustimmen sollte, bedeutet es doch in erster Linie einen enormen finanziellen Mehraufwand.

Bitte erklären Sie, weshalb für Jugendkultur in Bad Segeberg die Mittel fehlen, gleichzeitig aber innerhalb von 6 Wochen, 2 Wahlverfahren, die man zusammen legen könnte, mit erheblichem finanziellen Mehraufwand, separat voneinander stattfinden sollen.

Angela Marxen,
Unterstützerin zum Erhalt des selbstverwalteten Jugendkulturzentrum HAK

Geschichte von Jugendzentren in Selbstverwaltung