Archiv für Juni 2012

Der sofortige Abriss des HaK konnte in letzter Minute verhindert werden

Der Tag der Gerichtsverhandlung um die Zukunft des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums Hotel am Kalkberg (HaK) naht und die Ereignisse überschlagen sich. Nachdem die Bad Segeberger Stadtvertreterversammlung mit nur einer Gegenstimme die sofortige Räumung und den anschließenden Abriss beschlossen hat, wendet sich jetzt noch einmal das Blatt und so bleibt es die Entscheidung des Landesgerichtes in Kiel am 19. Juli abzuwarten.

Hier ein kurzer Bericht aus der örtlichen Presse:

Gnadenfrist fürs HaK: Endgültige Entscheidung fällt erst am 19. Juli

Bad Segeberg – Das marode Hotel am Kalkberg (HaK) hat noch eine Gnadenfrist bekommen. Nachdem die Bad Segeberger Stadtvertretung kürzlich fast einstimmig, bei nur einer Gegenstimme von Kirsten Tödt (SPD), ohne jede Debatte sekundenschnell dafür gestimmt hat, das Gebäude zwangsweise zu räumen und abzureißen, gibt es wieder eine neue Kehrtwende: Überraschenderweise hat Magret Bonin, eine hartnäckige Verfechterin der Initiative zum Erhalt eines selbstverwalteten Jugendzentrums, die Sicherheitsleistung von 15.000 Euro aus ihrer Privatkasse übernommen – damit das schon bestehende Amtsgerichtsurteil nicht vollstreckt werden kann. Eine riskante Investition der Kämpferin für das HaK. Denn wenn die Stadt den Prozess gewinnt und nachweisen kann, dass sie durch die Verzögerung geschädigt worden sei, könnte es teuer für Magret Bonin werden. Dann hätte die Stadt Zugriff auf ihr Geld.

Für den Wahlstedter Rechtsanwalt Ulrich von Coler, der die HaK-Jugendlichen vertritt, ist völlig unbegreiflich, dass jetzt kurz vor dem Termin beim Landgericht Kiel – am 19. Juli – noch vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. „Da kann man doch seitens der Stadt ruhig abwarten, was die beim Landgericht sagen. Da muss man doch jetzt nicht mit der Brechstange kommen.“ Wie zahlreich berichtet, hatte die Stadt dem HaK-Trägerverein nach zahlreichen Streitigkeiten zu Ende 2010 den Mietvertrag gekündigt und die Leitungen in das marode städtische Haus gekappt. Die jungen Leute verweigerten die Rückgabe der Schlüssel, es wurde seitens der Stadt auf Räumung geklagt, die „HaKis“ antworteten mit einer Gegenklage. Doch der Amtsrichter gab der Stadt Recht, der Trägerverein ging in Berufung vor das Landgericht Kiel.

Bürgermeister Dieter Schönfeld hat vorgehabt, den Abriss der Obdachlosenunterkunft „Villa Menke“ und des Hotels am Kalkberg gemeinsam auszuschreiben. Die beiden Gebäude sind nicht weit voneinander entfernt, das könnte Kosten sparen. Mit Sicherheit sei nicht geplant gewesen, in den nächsten Tagen und Wochen abzureißen, beteuerte er gegenüber der LN.

„Wir pochen nicht auf das Gebäude, aber wir benötigen eine Alternative für die Jugend. Jetzt warten wir erst ab, wie das Landgericht entscheidet“, erklärte Goothje Mommsen vom HaK-Vorstand. Magret Bonin hat per „Blitzüberweisung“ an die Landeskasse ihr Erspartes geschickt. Sie habe schon Hoffnung, die 15.000 Euro zurückzubekommen, sagt sie der LN. „Wenn der Bürgermeister möglichst schnell mit dem Bagger kommen möchte, hat er wohl Angst, dass es für ihn beim Landgericht nicht gut ausgehen wird.“

Quelle: Lübecker Nachrichten vom 26. Juni 2012

Hotel am Kalkberg: Die Stadtvertretung stimmt für die sofortige Räumung und den Abriss des Gebäudes

Liebe Freundinnen und Freunde des HaK,

wir müssen euch leider die traurige Botschaft übermitteln dass die PolitikerInnen der Bad Segeberger Stadtvertreterversammlung das Ergebnis des Gerichtsverfahrens in Kiel nicht mehr abwarten wollen. Sie stimmten mit einer einzigen Gegenstimme für die sofortige Räumung und den Abriss des Gebäudes.

Eine Vertreterin der HaK-Mütterinitiative wäre eventuell bereit 15.000 € Sicherheitsleitung zu hinterlegen und so einen Abriss vor dem nächsten Verhandlungstermin zu verhindern.

Wir hoffen noch immer eine langfristige Lösung für ein Alternativgebäude finden zu können und sind zu Gesprächen mit VertreterInnen der Stadt nach wie vor bereit.

Es kann nicht sein dass in einer Kreis- und Kulturstadt, die Bad Segeberg nun mal ist, alle niedrigschwelligen und unkommerziellen Angebote für Jugendliche sytematisch abgebaut werden (Skateranlage, Jugendkulturzentrum, legale Grafitti-Flächen, etc.).

Jugendkulturarbeit ist auch Präventionsarbeit gegen
Gewalt, Drogen, Rechtsextremismus, Vereinzelung, u.s.w.

Die Stadt Bad Segeberg macht hier zur Zeit genau dass Gegenteil und schafft so die katastrophalen Grundlagen für Zustände wie sie Anfang bis Mitte der 1990´er Jahre in der Segeberger Innenstadt herrschten…

Aber das merken die Damen und Herren wahrscheinlich
erst wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist.

Herzlichen Dank!

23.06.2012: Punk-Konzert im Lokschuppen

Hey Leute,
am 23. Juni findet in Bad Segeberg
im Lokschuppen, Bahnhofstrasse 24,
ein krasses Punkkonzert statt.

Line-Up:

- Shudder and Spit (Hardcore aus Kiel)
- Ghost of Dawn (Death-Punk aus SE)
- Nein Danke (Pop-Punk aus SE)
- KRACH (Drecks-Punk aus SE)
- Cholera Tarantula (Pogo-Punk aus Vechta)
- Dirty Mind (Metal-Punk aus SE)
„Letztes Konzert!!!“

Eintritt: 5,00 €
Beginn: 19.00 Uhr

Lasst Euch das nicht entgehen!