Schönfeld verkauft das HaK nicht

Bad Segeberg – Einfach aufzugeben, ist nicht die Sache von Magret Bonin, Sprecherin der Mütterinitiative um das Jugendzentrum Hotel am Kalkberg (HaK). Nach dem letzten Gerichtsurteil (die LN berichteten) und dem Aufschub zur Räumung des Gebäudes bis zum 31. Oktober, habe sich bei ihr nach eigenen Angaben ein Privat-Investor gemeldet, der bereit wäre die Immobilie Lübecker Straße 85 (Hotel am Kalkberg) zu erwerben. Eine entsprechende Mitteilung liege der Stadt bereits vor.

Der Erwerb solle zweckgebunden sein und als Kapital in eine noch zu gründende Stiftung für Jugendkultur und Inklusion in Bad Segeberg einfließen. Bonin lockt damit, dass die Stadt durch die Stiftung zusätzliche Finanzmittel und einen zuverlässigen Förderer von Jugendkultur und Inklusion vor Ort in „PublicPrivatePartnership“ gewinnen könnte. Außerdem würde die Stadt die Abrisskosten von 40.000 Euro sparen.

„Nachtigall, ich hör dich tapsen“ könnte man jetzt vermuten. Aber so leicht lässt sich Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) nicht beeindrucken. „Es ist weder der Name des Investors noch ein Kaufpreis genannt“, sagte Dieter Schönfeld am Rande einer Veranstaltung. Offiziell im Urlaub hat er die Beantwortung des Schreibens von Frau Bonin dem zuständigen Fachbereichsleiter Carsten Immanns übertragen.

Schönfeld stellte trotzdem klar: „Es wird keinen Verkauf des HaK geben. Die Beschlusslage ist eindeutig. Sie lautet auf Abriss. Und genau das wird auch geschehen. Ein Verkauf kommt nicht in Frage.“

Quelle: Lübecker Nachrichten vom 13. Oktober 2012