Solidarität aus Bargteheide
Am 03.11. fand eine Spontane Demo in Bargteheide aus Solidarität gegenüber des HaKs statt.
Die Aktivisten hängten ein Banner vor dem Rathaus auf.

Solidarität aus Amsterdam

Grüße aus Amsterdam

Selbstverwaltung und kreative Aneignung von Raum haben in Holland eine
lange Tradition. Am vergangenen Wochenende fand eine temporäre Besetzung
der größten Baulücke der Niederlande statt. Hier zeigten sich
unterschiedlichste Gruppen und Initiativen Solidarisch mit dem
räumungsbedrohten Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg in Bad Segeberg.

Mut und Kraft vom

Bestzungskollektiv schijnheilig
Dem admleeft.nl
und dem Valreep.org
Letztere betreiben seit 2 Jahren lediglich mit Generatoren und
Regenwasser ein Kulturzentrum im Osten von Amsterdam.

You never walk alone,
Stay HAK

Leser_innenbrief 10.01.2010

„Bad Segeberg muss sparen, aber nicht bei der Jugendarbeit“ ist die Botschaft vom Bürgermeister Schönfeld. Die Segeberger Zeitung verbreitet sie aus dem Neujahrsempfang im Rathaus am Samstag unter ihre Leser heute weiter. Hört sich gut an, vor allem wenn fast zeitgleich zwei junge SozialpädagogInnen in der Stadt neu eingestellt werden. Allerdings sind dafür vier andere weggegangen. Bleibt da nicht schon rein rechnerisch eine Lücke? Darüberhinaus leistet sich Bad Segeberg neuerdings eine „Stadtjugendpflegerin“. Arbeitet die überhaupt noch irgendwo sozialpädagogisch oder „verwaltet“ die die Jugendarbeit nur? Wenn nur „Verwaltung“, hätte sich mit der Ära Schönfeld der Anteil der praktisch tätigen Sozialpädagogen in der Stadt halbiert. Wird so bei der Jugendarbeit „nicht gespart“?
Vielleicht nicht bei der Jugendarbeit, ganz sicher aber an der Jugend. Der ersatzlose Abriss der Skateranlage, der geplante ersatzlose Abriss des Jugendkulturzentrums HaK sind Zeichen, dass Bürgermeister Schönfeld keine Kosten scheut, die Jugend auf die Straße zu setzen. Sind die mehr als 40.000 € dafür sein „…sparen, aber nicht bei der Jugendarbeit“?

Magret Bonin

Cafe Knallhart 06.01.2011

Solidarität mit dem HaK!

Das Hotel am Kalkberg in Bad Segeberg ist seit über 10 Jahren ein Ort an dem alternative Jugendkultur und Basisdemokratie gelebt werden. Eine selbstbestimmte Alternative zum grauen Alltag, ein Rückzugsort vor der allgegenwärtigen Verwertungslogik und vor allem ein weiterer bedrohter Freiraum im Norden der Republik.

Die Segeberger Stadtverwaltung hat dem Trägerverein zum 31.21.2010 gekündigt und will nun das HaK schnellstmöglich abreißen. Ein Alternativgebäude steht nicht in Aussicht und die Alternative der regierenden SPD bezüglich der Jugendarbeit ist jetzt ein staatlich kontrolliertes Jugendzentrum mit lediglich minimalen Gestaltungsräumen für die Nutzer_innen. Die Aktiven des HaK lehnen dieses Konzept ab und haben auch die Kündigung zurückgewiesen. Wir als Plenum des Café Knallhart begrüßen diesen Schritt und erklären uns solidarisch mit den Nutzer_innen. Das HaK ist nicht alleine, denn wenn auch nur eins unserer Zentren geschlossen wird, wir sind alle mit betroffen. Selbstbestimmte Freiräume müssen unbedingt erhalten bleiben!

Radio Segeberg Leserbrief 4.01.2011

Magret Bonin

Der HaK-Verein rückt den Schlüssel zum selbstverwalteten Jugendzentrum nicht heraus… und BGM Schönfeld erklärt den Krieg: „Sie“ hätten mit ihrem Vorgehen auf offene Feindschaft hingearbeitet. Und worauf hat er hingearbeitet? Seit Monaten verlangt er Offenlegung von „Zielen“ und „Strukturen“ im HaK. Vereinsziele und Strukturen sind üblicherweise in der Satzung festgeschrieben und durch Eintrag ins Vereinsregister öffentlich anerkannt. Im Rathaus hütet der Bürgermeister dazu acht (8) dicke Ordner. Hat er da je reingeguckt?
Weiter verlangte Schönfeld einen Tätigkeitsbericht und Finanzplan. Auch das ist ihm vorgelegt worden (s.HaK-Beiratsprotokolle 23.08.+27.09.2010). Im Protokoll vom 23.08. wird sogar eine personelle Unterstützung der Stadt Bad Segeberg für das HaK mit 12 Stunden wöchentlich angegeben – seit Juni 2010. Die Hilfe sei gut angenommen worden. Und wo ist der Tätigkeitsbericht und Finanzplan dazu?
Stattdessen kam aus dem Munde Schönfelds nur „üble Nachrede“. Die jungen Erwachsenen bekämen „nichts auf die Reihe“. Nun, das kann man Schönfeld wahrlich nicht vorwerfen. Er kriegte zumindest den rechtswidrigen Abriss der Skateranlage auf die Reihe – ohne rechtskräftigem Urteil oder demokratischem Beschluss. Er kriegte auch Verhandlungen mit dubiosen Geschäftemachern auf die Reihe – ohne Hintergrundinformation an die Politik. Nicht auf die Reihe kriegte er dagegen einfache Antworten auf einfache Einwohnerfragen in der letzten Stadtvertretungssitzung, unter anderem die Frage nach seinem Alternativkonzept zum HaK. Wie geeignet ist wohl so ein „Vertragspartner“? Macht Schönfeld nur kaputt, … was ihn kaputt macht?

„Wir in Schleswig-Holstein“ machen mit der Redaktion „Schul-TiD – Transparenz-Information-Demokratie in Schulen“ seit 2001 Bürgerfunk zum Thema Schule, Bildung und Erziehung. Aus Sicht von Eltern (iE Müttern) senden wir dazu hier in der Region Beiträge in Magazinform im Radio Bad Segeberg / Offener Kanal Lübeck: Live-Berichte, Schoolnews aus den Medien, Kommentare, Musik …
Für eine neue Zeit … nicht nur in Schulen!

Magret Bonin

Solisampler der Street Punk Band Auf Bewährung

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hakDas „Hotel am Kalkberg“ in Bad Segeberg ist von der Räumung bedroht. Am heutigen Tag soll die Schlüsselübergabe stattfinden. Aus diesem Grunde haben sich einige Bands zusammengefunden und einen Soli-Sampler auf die Beine gestellt, um auf die Bevorstehende Räumung aufmerksam zu machen und ihren Teil zum Widerstand dagegen beizutragen. Wir sind auch mit einem Lied vertreten!
Wenn auch ihr helfen wollt, dann schaut auf hak.blogsport.de oder auf MySpace vorbei.

Den Sampler könnt ihr nachfolgend Downloaden:

http://www.mediafire.com/?cnqhasjmqtqtfn6
http://www.mediafire.com/?cizmoljjvikm43g
http://www.mediafire.com/?69wed6d6gdfwf9t

http://aufbewaehrung.blogsport.de/2011/01/03/hak-retten/

NP der Alten Meierei Kiel 21. November 2010

Solidaritätserklärung des Nutzer_innenplenums der Alten Meierei mit dem akut bedrohten selbstverwalteten Jugendzentrum HaK in Bad Segeberg.

Solidarität mit dem HaK! Finger weg von unseren Zentren!

Zum Ende dieses Jahres soll nach Plänen der Stadtverwaltung Bad Segeberg das seit dem Jahre 2000 bestehende selbstverwaltete und unkommerzielle Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg (HaK) geschlossen und abgerissen werden. Damit würde zahlreichen Jugendlichen in und um Bad Segeberg einer der raren Orte genommen, an denen sie abseits der zunehmenden Zumutungen des kapitalistischen Alltags selbstbestimmt ihre Bedürfnisse verwirklichen und Fähigkeiten entfalten können. Insbesondere in ländlichen Regionen bleibt nach dem Wegfall solcher Orte oft nicht viel mehr übrig, als provinzielle Tristesse, in der dann nicht selten Neonazis leicht eine Hegemonialstellung unter den Jugendlichen einnehmen. Gerade für linke und alternative Jugendliche sind Orte wie das HaK, an denen sie ein kritisches Bewusstsein herausbilden und sich organisieren können, unverzichtbar.

Dass Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) an solcherlei Jugendkultur kein Interesse hat, verwundert wenig. Erfüllt er mit seiner autoritären Vorgehensweise gegen die HaK-Nutzer_innen doch genau die Rolle, die ihm als politischer Verwalter selbst auf unterster Ebene als Mainstream abverlangt wird: Die technische Lebenszeitverlängerung sich zuspitzender kapitalistischer Verhältnisse durch Wegkürzung auch noch der letzten Einrichtungen sozialen Lebens bei gleichzeitiger Ausweitung von Repressionsdrohungen und Kontrollmaßnahmen gegenüber auch nur den kleinsten Anzeichen der Abweichung oder gar des Widerstands.

Insofern begrüßen und unterstützen wir die Entscheidung der Nutzer_innen des HaKs ausdrücklich, nachdem sie in den vergangenen Jahren bereits zu zahlreichen Zugeständnissen genötigt wurden, sich keinen weiteren Erpressungsversuchen Herrn Schönfelds zu ergeben, sondern auf den Fortbestand in Selbstverwaltung als zentralen Bestandteil ihres Projektes zu beharren. Zahlreiche erfolgreiche Verteidigungskampagnen linker und selbstverwalteter Projekte in den letzten Jahren, gerade auch in Schleswig-Holstein, haben gezeigt, dass es sich zu kämpfen lohnt.

Nicht nur weil wir aus Erfahrung wissen, wie wichtig in Zeiten der akuten Bedrohung eine breite Solidarität ist, wie wir sie als Nutzer_innen der Alten Meierei in den letzten Jahren selbst so oft und zahlreich bei den verschiedenen Angriffen von städtischer, bürokratischer oder faschistischer Seite erfahren haben, sondern auch, weil diese das Fundament unseres politischen Anspruchs ist, rufen wir zu einer massenhaften Beteiligung an der Demonstration für das HaK am 26. November 2010 in Bad Segeberg auch aus Kiel auf.

Bürgermeister kommen und gehen – selbstverwaltete Zentren bleiben!
You‘ll never walk alone – HaK verteidigen!

Nutzer_innenplenum der Alten Meierei , Kiel, 18.11.2010

Jugendkultur darf nicht zur Jugendpflege werden 01.11.2010

Ein selbstverwaltetes Jugendzentrum bietet den Jugendlichen in Bad Segeberg die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten und einen Raum für sich und ihre Interessen zu nutzen. Hier wird Organisationstalent, Gemeinschaft und Verantwortungsgefühl gefördert. Ein Jugendzentrum mit pädagogischer Aufsicht und vorgegebenen Strukturen kann und will diesen Raum für kreative Entwicklung und Jugendkultur nicht bieten. In selbstverwalteten Jugendzentren in Bad Oldesloe (Inihaus), Bargteheide und Neumünster (AJZ) und erst später im HAK habe ich als Schülerin an Vorträgen, Diskussionsrunden, am gemeinsamen Kochen, Konzerten und Parties teilgenommen. Heute bin ich Lehrerin für Grund- und HauptschülerInnen und spreche die Stadt gerade auch als Pädagogin und im Interesse meiner Schüler an:
Jugendkultur darf nicht zur Jugendpflege werden, sondern braucht Freiräume!
Frauke Möller, Lehrerin